Schulprogramm

Einleitung zum Schulprogramm der Grundschule „Erich Weinert“ Wolfen, Goethestr.39
Die Kinder zu lebensfrohen, gesunden und klugen Menschen heranwachsen zu sehen, ist der Wunsch aller Eltern. Ihnen bei dieser Aufgabe zur Seite zu stehen, sie zu unterstützen, wird von uns Lehrern erwartet.
Mit dem vorliegenden Schulprogramm wollen wir deshalb Einsichten vermitteln, welche Ziele wir uns für unsere Arbeit setzen.
Es werden darin konkrete Vorhaben zur Unterrichtsarbeit, zur außerunterrichtlichen Tätigkeit und zur Arbeit mit den Eltern und den Partnern in der Öffentlichkeit beschrieben. An dieser Stelle sei bemerkt, dass dieses Programm ständig evaluiert wird und somit vorbehaltlich der Vollständigkeit zu betrachten ist.
Die Lehrerinnen und pädagogischen Mitarbeiter der GS „Erich Weinert“
  Ausgangslage der Schule :
Situationsbeschreibung –  innere Bedingungen
 Unsere Schule ist eine dreizügige Grundschule. In der für beide Seiten konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule sehen wir eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Bildung und Erziehung unserer Schüler/Innen. Deshalb haben wir bereits vor einigen Jahren eine Konzeption zur Gestaltung dieser Zusammenarbeit erstellt, die im Anhang nachzulesen ist.
Innerhalb des Lehrerkollegiums gab es in den letzten Jahren durch verschiedene schulorganisatorische Maßnahmen häufiger Abgänge und Neuzugänge. Diese Situation war für alle Kolleginnen nicht einfach, brachte aber auch immer wieder neue Impulse in die Diskussion über unsere pädagogische Arbeit. So nutzen wir seit mehreren Jahren neben dem Frontalunterricht auch die Formen des offenen Unterrichts. Alle an der Schule tätigen Lehrerinnen und Pädagogischen Mitarbeiterinnen sind sich darüber einig, dass diese Unterrichtsformen für die Förderung der Sozialkompetenz, der Sach- und Methodenkompetenz sowie der Kommunikationskompetenz unserer Schülerinnen und Schüler sehr wichtig sind. Deshalb werden wir auch weiterhin bestrebt sein, die vereinbarten Leitlinien und pädagogischen Konzepte gemeinsam zu vertreten und umzusetzen.
Insbesondere in der Förderung von SchülerInnen mit Defiziten im geistigen, sprachlichen, motorischen oder sozialen Bereich sehen wir eine wesentliche Aufgabe unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit. Deshalb haben wir uns mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 dem Förderzentrum Bitterfeld/ Wolfen angeschlossen. Die Zusammenarbeit mit der Förderschule für Lernbehinderte „Erich Kästner“ und der „Sonnenlandschule“, einer Förderschule für SchülerInnen mit geistigen Behinderungen, ist dabei besonders hervorzuheben. Unterstützt durch Kolleginnen aus diesen Schulen bemühen wir uns, den Unterricht so zu organisieren, dass Schüler/Innen, die einer besonderen Förderung bedürfen, diese auch in geeigneter  Form erhalten.
Maßnahmen dazu sind :
In einigen Klasse mit gemeinsamem Unterricht werden Schüler/Innen mit normalen Lernvoraussetzungen und solche, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert wurde, gemeinsam unterrichtet. Die notwendige Förderung dieser SchülerInnen wird durch eine Lehrkraft aus dem sonderpädagogischen Bereich und einer Pädagogischen Mitarbeiterin kontinuierlich unterstützt.
Einzelne SchülerInnen sowie Kinder der Vorschulgruppe erhalten darüber hinaus regelmäßig von Sonderschullehrerin individuell durchgeführten Förderunterricht zur Verbesserung ihrer sprachlichen Fähigkeiten.
SchülerInnen, die unter einer Aufmerksamkeits- oder Hyperaktivitätsstörung (ADS/ADHS) leiden, arbeiten einmal wöchentlich mit einer darauf spezialisierten Kollegin an der Beseitigung bzw. Verminderung ihres Defizits.
Für SchülerInnen mit Haltungs- oder Bewegungsauffälligkeiten gibt es neben dem obligatorischen Sportunterricht wöchentlich den Sportförderunterricht. Er wird ebenfalls von einer eigens dafür ausgebildeten Kollegin durchgeführt. Schwerpunkte dieses Unterrichts sind Übungen zur Muskel- und Haltungsschulung, zur Wahrnehmungs- und Koordinationsschulung sowie zur Schulung des Gleichgewichts.
Ebenso wichtig wie die Arbeit an der Beseitigung/Verminderung von Defiziten ist für uns die Förderung von Interessen und Begabungen. Ihren Neigungen entsprechend können die SchülerInnen Angebote aus den Bereichen Sport, Musik oder Englisch nutzen.
Unter anderem gehören dazu folgende Angebote :
Darüber hinaus gibt es an unserer Schule eine Arbeitsgemeinschaft „Englisch“, in der zusätzlich zum normalen Unterrichtsangebot Kenntnisse im Gebrauch der englischen Sprache vermittelt werden.
In Zusammenarbeit mit der Musikschule Bitterfeld erhalten einzelne Klassen unserer Schule zusätzlich zum herkömmlichen Musikunterricht einmal wöchentlich Unterweisungen im Gebrauch von Schlaginstrumenten. (Percussion- Gruppe)
Ihre erworbenen Fähigkeiten stellen sie dann während eines Schulkonzerts unter Beweis.
Einmal wöchentlich werden SchülerInnen in einem Programm zur Ausbildung von Streitschlichtern von einer geschulten Kollegin unserer Schulsozialarbeiterin  darin angeleitet, bei Streitigkeiten oder Konflikten zwischen den Kindern zu vermitteln und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei werden nicht nur die „Schlichter“ in der Förderung ihrer sozialen Kompetenz unterstützt, sondern auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Kinder lernen von Kindern, Konflikte untereinander zu lösen oder nach Möglichkeit ganz zu vermeiden.
Ein weiterer Grundsatz unserer Arbeit lautet, den Schülerinnen und Schülern mehr Bewegung im Schulalltag zu ermöglichen. Dazu gehören neben Aktivpausen auch in den Unterricht eingeplante Bewegungsphasen sowie die Möglichkeit, auf Sitzbällen zu sitzen.
Die materielle Situation:
 
12 Klassenräume
Werkraum für Holzbearbeitung
Sachunterrichtskabinett mit  Vorbereitungsraum
Computerkabinett
Musikraum
Ethik- und Religionsraum
Englischraum
Kreativ- und Förderraum,
Lernwerkstatt
Unterrichtsraum für das Fach Gestalten
Lehrerzimmer
Schulbibliothek
Wirtschaftsküche
Sekretariat
Speiseraum als Mehrzweckraum
Horträume
Außenanlage:
neu gestalteter Schulhof mit Spielplatz
Schulgarten mit Anlage und Geräteschuppen
Sportanlage
Sporthalle und Gymnastikraum
Freiluftklasse
Unsere Schule soll ein Ort sein, …
 …wo die hohe Qualität des Unterrichts im Mittelpunkt steht.
Kern aller Anstrengungen in den nächsten Jahren ist die Erhaltung eines hohen Standards in der Unterrichtsgestaltung als Zielstellung für   jede Stunde.
Dabei geht es nicht darum, alte Maßstäbe, Gütekriterien und Formen des Unterrichts nur durch neue Begriffe abzulösen, sondern es ist notwendig eine komplexe Unterrichtsgestaltung anzustreben, welche Selbständigkeit und Kreativität der Schüler beim Lernen stimulieren und ihre Selbsterfahrung und Autonomie mit allen Mitteln fördern.
Die eigene schöpferische Arbeit jedes Pädagogen ist der Schlüssel für weitere Fortschritte.

 

Unsere Schule soll ein Ort sein, wo
die Selbständigkeit der SchülerInnen unterstützt wird,
zunehmend neue Medien in die Unterrichtsgestaltung einbezogen werden,
vielfältige Unterrichtsmethoden angewendet  und
das fachliche und soziale Lernen gefördert wird.
Maßnahmen dazu sind:
  • Methodentraining: das Lernen lernen, Inhalte selbständig und mit Mitschülern gemeinsam erschließen, Probleme bearbeiten und Erarbeitetes präsentieren,
  • regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung von Zielen und Inhalten der pädagogischen Arbeit,
  • Professionalisierung der Diagnostik des erreichten Lern – und Leistungstandes der SchülerInnen,
  • ständige Fortbildung aller Pädagogen und ein reger Erfahrungsaustausch,
  • ein differenziertes und ausgewogenes Unterrichtskonzept, bei dem solche Grundformen der Unterrichtsarbeit wie lehrgangsförmiger Unterricht, Frei-, Wochenplan- und Projektarbeit, sowie Werkstattunterricht jeweils angemessen berücksichtigt werden,
  • Erarbeitung verbindlicher Leistungsstandards und Bestimmung von Basiskompetenzen für jede Klassenstufe,
  • Überprüfung der Standards durch einheitliche Vergleichs- oder Klassenarbeiten
  • Veranstalten von schulinternen Leistungswettbewerben in den Kernfächern
( u.a. Schulolympiaden),
  • Nutzung der Schülerbibliothek,
  • Nutzung des Computerkabinetts als unterrichtsergänzendes und – unterstützendes Angebot
  • Verlagerung des Unterrichts auf außerschulische Lernorte
Unsere Schule soll ein Ort sein, wo
die Bewertung und Zensierung ein ständiger Prozess zur
Leistungsmotivation  eines jeden Kindes ist.
Maßnahmen  dazu sind:
  • Kontinuierliche Durchführung von pädagogischen Leistungsanalysen zu Lern- und Leistungsverhalten, unter Beachtung des individuellen Arbeits- und Sozialverhaltens.
  • Vielfältige Formen zur Leistungsüberprüfung ( mündlich, schriftlich, Vorträge erarbeiten…) zu nutzen.
  • Befähigung der SchülerInnen kontinuierlich und kritisch mit den eigenen Leistungen umzugehen ( Selbstkontrolle, Partnerkontrolle…).
Unsere Schule soll ein Ort sein,…
 in dem die positive Beeinflussung der Schülerpersönlichkeit eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Lernen ist.
  In unserer Schule sollen sich alle SchülerInnen wohl fühlen, Zeit zum Wachsen haben und ihre Selbstständigkeit und Kreativität individuell entwickeln können. Darum wollen wir ihnen Möglichkeiten schaffen, die das soziale und selbst gestaltete Lernen unterstützen sowie auf eine effiziente Individualförderung zielen.
Unsere Schwerpunkte dabei sind:
→  individuelle Leistungsstände zulassen und geeignete Förderangebote
bereitstellen
→  soziale Beziehungen der SchülerInnen untereinander positiv beeinflussen
durch Lern- und Freizeitangebote, die die Teamfähigkeit und die Fähigkeit
zum Lösen von Konflikten fördern
→  Möglichkeiten zur Eigenkontrolle schaffen, um selbstkritisch mit den
eigenen Leistungen umgehen zu können, sachliche Kritik ertragen zu lernen
und selbst anzuwenden
Maßnahmen dazu sind:
  • kontinuierliche Diagnostizierung von Schülerleistungen zum Erstellen individueller Förderpläne und Schülerförderung in Zusammenarbeit mit dafür spezialisierten KollegInnen
  • Unterricht so gestalten, dass die SchülerInnen innerhalb eines gesetzten Rahmens die Möglichkeit erhalten, entsprechend ihres Leistungsstandes und ihres Arbeitstempos lernen zu können
  • Unterrichtsformen wählen, die eine Zusammenarbeit zwischen den SchülerInnen fördern und es ihnen ermöglichen, voneinander zu lernen, sich mit Sachverhalten auseinanderzusetzen und Probleme zu lösen
  • Fortsetzung der Arbeit mit dem „Streitschlichterprogramm“, um unsere SchülerInnen zu befähigen, selbstständig Lösungsstrategien zur Bewältigung von Konflikten entwickeln und anwenden zu können
  • Angebote schaffen zur Förderung der individuellen Interessen und Begabungen unserer SchülerInnen, z.B. Sport – AG, Zeichenzirkel, Englischförderunterricht, Percussion – Gruppe, …
Unsere Schule soll ein Ort sein, …
 … in dem die ständige Fortbildung aller Kolleginnen zur
Erreichung gesteckter Ziele verstanden wird.
  Auf der Grundlage einer ständigen Analyse und Wertung der eigenen Unterrichtsarbeit und der Ergebnisse der Leistungen unserer SchülerInnen bei schulischen und zentralen Leistungsvergleichen legt jeder Kollege die für ihn relevanten und schulbezogenen Themen der Fortbildung fest.
Unsere Schwerpunkte dabei sind:
  • Qualifizierung auf dem Gebiet der Teilleistungsstörungen, wie z. B. Dyskalkulie,  ADS,
  • Sprachstörungen
  • Innovative Unterrichtsmethoden
  • Bewertung und Zensierung
  •  Frühförderung unserer Einschulungskinder
  • Hochbegabung: Erkennen und Förderung
Maßnahmen dazu sind:
Teilnahme aller Kolleginnen an den themengebundenen Schilf (Schulinterne Lehrerfortbildung )
Durchführung einer themenoffenen Schilf pro Schuljahr
Persönliche Fortbildung durch Unterrichtsbesuche mit kollegialer Nacharbeit.
Festlegung: Jede Kollegin hospitiert pro Schuljahr 2 Stunden bei einer
anderen Kollegin mit dem Ziel, Erfahrungen bei Werkstatt-, Gruppen- und Freiarbeit zu  sammeln um die eigene Unterrichtsarbeit und Unterrichtsqualität nachhaltig und spürbar zu verbessern.
Teilnahme im Bereich der landesweiten und regionalen Fortbildungsangebote
  1. a) persönliche Bedürfnisse
  2. b) schulbezogene Erfordernisse
Unsere Bestrebungen gehen dahin, Fortbildungsreihen mit einem festgeschriebenen
Teilnehmerkreis zu besonderen Themen fortzuführen.
Erfahrungsaustausch
Der innerschulische Erfahrungsaustausch nach Teilnahme an Fortbildungen  wird in den
Teams auf Klassenstufenbasis bzw. am Anfang von Dienstberatungen geführt, um das
erworbene Wissen an andere Kolleginnen weiterzugeben.
Unsere Schule soll ein Ort sein,… 
… wo Kommunikation und Kooperation für eine harmonische Lernatmosphäre sorgen.
In unserer Schule sollen alle Kinder und deren Eltern das Gefühl haben, dass Lehrerinnen und Pädagogische Mitarbeiterinnen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung stehen und bei der Lösung von Problemen behilflich sind. Unser Anliegen ist es, Möglichkeiten zu schaffen, die eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern sowie eine gute Kooperation mit anderen Partnern gewährleisten. Die Selbstwirksamkeit der Schülerinnen und Schüler sollen diese Anliegen unterstützen.
Unsere Schwerpunkte dabei sind:
  • eine freudvolle und stimulierende Lernatmosphäre schaffen
  • durch vielfältige Formen und Methoden für eine harmonische Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Partnern der Öffentlichkeit sorgen
  •  freundlicher und respektvolles Miteinander  schulen
Maßnahmen dazu sind:
 
–           Durchführung informativer Elternversammlungen
–           vertrauensvolle Elterngespräche
–           regelmäßige Information der Eltern über schulische Vorhaben
–           Präsentation des Schullebens und der Schülerarbeiten
–           Unterstützung und Vorbereitung schulischer Höhepunkte durch Eltern und andere Partner, z.B.: Polizei, Euro-Schulen, Krankenkassen, Stadtbibliothek, Kreismusikschule und Sportvereine
–           Gestaltung von Schulkonzerten und anderen Programmen durch die Schülerinnen und Schüler
–           Teilnahme an Olympiaden und sportlichen Wettstreiten
–           Tätigkeit der Streitschlichter und wöchentliche Gesprächsrunden
(„Die freundlichen zehn Minuten“)
–           Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen
–           Kooperation mit den Schulen des regionalen Förderzentrums BTF/Wolfen
LEITBILDER
 

 

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